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Unter_Woelfen_Ausgabe_11

Irgendwann gibt es für alles ein erstes Mal – auch für Fußballprofis! An welche Premieren in ihrem Leben mit dem runden Leder sich die Wölfe zurückerinnern, geben sie hier preis. Assistenztrainer Dirk Bremser verrät an dieser Stelle, warum die Aufstiegsspiele mit Münster unvergesslich für ihn sind. UNTER WÖLFEN Erste Elf 27 Dirk bremser Das erste Profifußballspiel, das ich live im Stadion gesehen habe, war… in Bochum im alten Stadion an der Castroper Straße das 5:6 des VfL gegen Bayern München. Das war in der Saison 1976/77, die Bochumer haben bereits mit 4:0 geführt, dann aber doch noch verloren. Der erste Club, von dem ich Fan war, war… als gebürtiger Bochumer natürlich der VfL. Dazu kam auch noch mein lokaler Verein DJK Adler Dahlhausen, die auch mein erster Verein als Jugendspieler war. Der erste Spieler, der mich beeindruckt hat, war… kein spezieller. Da ich oft bei den Bundesligaspielen der Bochumer war, fand ich einige Spieler natürlich gut. Da ist mein Traum gewachsen, selbst Profi zu werden. Aber ein spezielles Vorbild hatte ich nie. Mein erstes Trikot war… eines vom VfL Bochum. Aus welcher Saison kann ich aber nicht mehr sagen. Auf dem Bolzplatz habe ich meistens mit ganz normalen T-Shirts, damals war es noch nicht so wie heute, dass jeder das Trikot seines Lieblingsvereins hat. Meine ersten Fußballschuhe waren… auf jeden Fall welche von Adidas. Die klassischen in schwarzweiß, ich glaube, es waren „Uwe Seeler“-Schuhe. Der erste Club, in dem ich selbst Fußball gespielt habe, war… die DJK Adler Dahlhausen. Dort habe ich bis zur C-Jugend gespielt, dann bin ich zum VfL Bochum gewechselt. Mein erster Trainer war… Günter Klöschen bei der DJK. Am meisten gefördert hat mich Helmut Horsch, der mich in der Bochumer Jugend trainiert, und mich dann zu Preußen Münster geholt hat. Aber ich hatte mit all meinen Jugendtrainern Glück und zu allen eine besondere Beziehung. Meine erste Position war… im zentralen Mittelfeld. Als ich dann zum VfL gewechselt bin, habe ich als Rechtsaußen angefangen, ehe ich in der B-Jugend als Rechtsverteidiger gespielt habe. Erst später bin ich dann wieder ins Mittelfeld gegangen. Mein erstes Spiel als Profi war… mit Preußen Münster in der zweiten Liga bei Hertha BSC am ersten Spieltag der Saison 1989/90. Aber viel stärker ist die Erinnerung an die Aufstiegsrunde. Das war sehr emotional, weil wir mit Münster am letzten Spieltag gegen den MSV Duisburg spielen mussten. Wir brauchten noch einen Punkt, der MSV war bereits aufgestiegen. Aber weil die Duisburger der Meinung waren, wir hätten im Jahr zuvor im Aufstiegsspiel gegen Hertha, das wir verloren hatten, was wiederum den MSV den Aufstieg kostete, nicht alles gegeben, haben sie die Partie gegen uns unbedingt gewinnen wollen. Wir mussten alles reinhauen, was wir hatten. Am Ende stand es 0:0, wir waren aufgestiegen und es war ein toller Abschied für Helmut Horsch, der danach zum Verband gewechselt war. Mein erstes Tor als Profi war… passenderweise auch gegen den MSV Duisburg in meiner ersten Zweitligasaison mit Münster. Ich habe beim MSV den 3:2-Führungstreffer erzielt, am Ende stand es 3:3. Meine Lieblingsstation als Spieler war… in Bochum, weil ich dort am längsten gespielt habe und fußballerisch groß geworden bin. Auch in Münster und Duisburg hatte ich eine tolle Zeit, aber am meisten gelernt habe ich in den vier Jahren bei Hertha BSC.


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