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60 „Ein absoluter Höhepun kt meiner Kariere“ Zwischen 1999 und 2001 spielte Zoltan Sebescen für den VfL Wolfsburg. In seiner Zeit bei den Grün- Weißen machte ihn Bundestrainer Erich Ribbeck zum Nationalspieler. Das Trikot seines ersten Länderspiels wird ab März in der VfL-FußballWelt zu sehen sein. und ich dachte, wenn du das schaffst, dann hast du viel richtig gemacht. Ich war allerdings auch sehr aufgeregt. Trotzdem habe ich meine Sache in den Tagen bei der Nationalmannschaft wohl nicht so schlecht gemacht. Immerhin habe ich von Anfang an gespielt und das war eigentlich nicht der Plan. Als Debütant sollte ich zunächst reinschnuppern. Das war die Grundidee. Aber Erich Ribbeck hatte sich dann entschieden, mich aufzustellen. Leider auf einer sehr ungewohnten Position für mich. Neben dem Champions League-Finale gegen Real Madrid war das Länderspiel aber das größte Erlebnis meiner Karriere. Das wird mir keiner madig reden. Jetzt kommt ihr Nationalmannschaftstrikot sogar in die VfL-FußballWelt. Wie kam es dazu? Und was halten Sie von der VfL-FußballWelt? Sebescen: Der VfL hatte mich schon vor längerer Zeit angesprochen und mir von der FußballWelt erzählt. Gleichzeitig stand die Frage und die Bitte im Raum, ob ich mein Trikot zur Verfügung stellen kann, weil es wohl so ist, dass ich der erste Nationalspieler des VfL Wolfsburg war. Ich habe dann sofort gesagt: ‚Klar, das machen wir.‘ Ich habe dem VfL viel zu verdanken und da ist es für mich gar keine Frage gewesen. Daher komme ich auch gern nach Wolfsburg zurück und bringe das Trikot persönlich vorbei. Die Idee der FußballWelt finde ich toll. Dort erzählt der VfL ja nicht nur seine Geschichte, sondern lässt auch einen Blick hinter die Kulissen eines Bundesliga-Clubs zu. Dieser innovative Ansatz ist klasse. Ich bin froh, dass auch ich meinen kleinen Teil dazu beitragen kann und hoffe, dass die Besucher viele positive Erlebnisse in der FußballWelt haben werden. Zoltan Sebescen, wie geht es Ihnen? Zoltan Sebescen: Danke, mir geht es sehr gut. Ich bin hier in Stuttgart zuhause und jetzt seit mehreren Jahren zusammen mit Martin Wiesner und der MWS in der Beraterbranche tätig. Die Geschichte mit dem Knie ist, denke ich, allen bekannt, aber so wie es jetzt im Moment ist, komme ich gut durch den Alltag und das ist, nach meiner langen Leidensgeschichte, schon viel Wert. Für den VfL haben Sie 40 Spiele gemacht und dabei zehn Tore geschossen. Wie war die Zeit bei den Grün-Weißen für Sie? Sebescen: Die Zeit in Wolfsburg war für mich sehr schön und der VfL natürlich enorm wichtig. Es war meine erste Station in der Bundesliga und ich hätte es einfach nicht besser erwischen können. Wir hatten mit Wolfgang Wolf einen super Trainer, eine tolle Mannschaft und ein angenehmes Umfeld. Alles hat gepasst. Zu manchen Spielern habe ich auch heute noch Kontakt. Insofern sind es zwei Jahre, an die ich mich sehr gerne zurückerinnere und ich glaube, dass es für die damaligen Verhältnisse auch eine erfolgreiche Zeit war. Der Höhepunkt war vielleicht die Einladung zur deutschen Nationalmannschaft im Jahr 2000. Damit waren Sie der erste Wolfsburg Nationalspieler. Wie kam es dazu? Sebescen: Das „vielleicht“ können Sie getrost weglassen. Es war definitiv ein absoluter Höhepunkt meiner Karriere. Wenn ich mich richtig erinnere, war es so, dass ich relativ wenige Bundesligaspiele auf dem Buckel hatte – es waren vielleicht sechs oder sieben. Dann ging alles ganz schnell. Ich hatte meinen ersten Einsatz in der Bundesliga, dann mein erstes Länderspiel für die sogenannte A2-Nationalmannschaft unter Horst Hrubesch und in diesem Rhythmus ging es weiter. Das ging alles sehr schnell. Kurz darauf kam die Einladung zur Nationalmannschaft von Trainer Erich Ribbeck. Dort habe ich erst einmal einen Dämpfer bekommen, weil mein Debüt natürlich sportlich nicht optimal verlief. Der Trainer hatte mich auf einer Position aufgestellt, die ich noch nie gespielt hatte und so lief auch die Partie nicht besonders gut. Nichtsdestotrotz war das Länderspiel ein absolutes Highlight und ich bin wirklich stolz darauf. Wie haben Sie ihr erstes Länderspiel erlebt? Sebescen: Es war natürlich ein längerer Prozess. Zunächst habe ich mich wahnsinnig gefreut, als junger Spieler eine Einladung zu bekommen. Das war immer mein größter Traum Das Trikot von Zoltan Sebescens Nationalmannschafts-Debüt gibt es ab dem 7. März in der VfL-FußballWelt zu sehen.


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