Page 27

Unter Woelfen | Ausgabe 10 | Saison 2016/2017

Da weiß man, dass von einer Seite auf keinen Fall ein Gegenspieler kommen kann. Du fährst in der Karriereplanung aktuell zweigleisig. Denn neben der Fußballkarriere studierst du auch BWL an der Rheinischen Fachhochschule. Wie funktioniert das? Yannick: Es ist natürlich schwieriger geworden, da ich nicht mehr vor Ort bin und somit nicht zu den Vorlesungen gehen kann. Mir wurde aber zugesichert, dass ich es per Fernstudium fortsetzen kann – und das klappt eigentlich ganz gut. Ich habe zuletzt an einem freien Montag beispielsweise zwei Klausuren in Köln geschrieben. Natürlich kommt der praktische Anteil zu kurz. Aber heutzutage sind die Skripte der Vorlesungen so gut, dass man sich das Wissen selbst aneignen kann. Dazu kann ich auch telefonisch mit den Dozenten Kontakt halten. Diesen Weg wählt nicht jeder Fußballprofi. Wieso gehst du ihn? Yannick: Zum einen für die Zeit nach der Karriere, da ich noch gar nicht weiß, was ich dann genau machen möchte. Wenn ich dann schon solch einen Abschluss vorweisen kann, habe ich einfach viel mehr Möglichkeiten und bin nicht so auf den Fußball angewiesen, sondern kann auch etwas anderes machen. Schon jetzt in der aktiven Zeit finde ich es interessant zu sehen, wie Unternehmen aufgebaut sind. Zum anderen hat man als Fußballer Zeit neben dem Training. Da ist es gut, wenn man nicht nur rumhängt, sondern sich mit Dingen wie einem Studium beschäftigt. Nach dem Abitur habe ich zunächst erstmal an eine Pause gedacht, um mich nur auf Fußball zu konzentrieren. Aber nachdem ich mich damals gut in die Profi-Mannschaft vom 1. FC Köln integriert hatte, habe ich gemerkt, dass noch Zeit für etwas anderes ist. Außerdem studieren viele Freunde aus meiner Schulzeit. So hat man auch mal andere Themen, über die man reden kann und identifiziert sich nicht nur über den Fußball. Der VfL bietet über den VfL Campus, den auch deine Mannschaftskameraden Marcel Schäfer und Christian Träsch besucht haben, Weiterbildungen und Studiengänge an. Hast du dich damit auch schon auseinandergesetzt? Yannick: Ich habe natürlich davon gelesen, dass der Verein so etwas anbietet und finde das auch super. Generell ist es schwierig, eine geeignete Einrichtung zu finden, die einem so etwas Maßgeschneidertes anbietet. Zwar könnte ich auch wechseln, dann würden mir aber nicht alle Leistungspunkte angerechnet. Deswegen möchte ich meinen Bachelor an der Rheinischen Fachhochschule machen. Ich habe aber auch gelesen, dass man am VfL Campus einen Masterstudiengang durchlaufen kann – und das ist dann für die Zukunft sehr interessant. Lesen Sie weiter auf der nächsten Seite. „Als Fußballer hat man Zeit neben dem Training. Da ist es gut, wenn man nicht nur rumhängt, sondern sich mit Dingen wie einem Studium beschäftigt.“ Spielmacher | 27 Unter Wölfen


Unter Woelfen | Ausgabe 10 | Saison 2016/2017
To see the actual publication please follow the link above