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Unter Woelfen | Ausgabe 10 | Saison 2016/2017

Aus der Reserve gelockt: Spätestens auf der Zielgeraden der Aufstiegssaison wird der Elsterweg zum Tollhaus. Erst zwei andere vor ihm Vom Erlebnischarakter der heutigen Zeit lagen Fußballspiele bis dahin – nicht nur in Wolfsburg – noch meilenweit entfernt. Aufstellungen, Wechsel- und Toransagen, dazu unaufdringliche Musik und vom Blatt verlesene Werbung – die Rolle des Stadionsprechers war in der Regel die einer sich im Hintergrund haltenden, meist ehrenamtlich tätigen Person. Auf anerkannte und durchaus beliebte Weise erfüllte beim VfL diese Funktion seit 1987 Siegmar Kohl, der legitime Nachfolger des zuvor einzigen grün-weißen Stadionsprechers mit dem klangvollen Namen William Wachtel. Bewährte Strukturen also, an denen man im Verein auch nicht rüttelte. „Siegmar war ein großartiger Mensch, der mit viel Herzblut für den VfL gearbeitet hat. Auch mir war es ganz wichtig, dass wir nicht konkurrieren, sondern uns ergänzen“, sagt Beckert. „Ich denke, das hat auch sehr gut funktioniert.“ „Rama Lama Ding Dong“ eingeführt Die bewährte VfL-Stimme kam weiterhin aus der Sprecher kabine, während Beckert – vom Naturell her Kohls kompletter Gegenentwurf – eine Art „Field-Reporter“ gab. Wie ein Animateur im Urlaubshotel streifte er fortan durch das Stadion und nahm die Leute für sich ein. Neu war vor allem, dass er die Fans, auch die gegnerischen, einbezog und spontan interviewte. „Das mochte natürlich nicht jeder, aber oft kamen dabei herrliche Gespräche heraus. Ich erinnere mich an einen Zuschauer aus Jena, der mit seiner heftigen Mundart alle zum Lachen brachte“, so der Zu den weiteren Texten aus der Reihe „Aufstieg‘97“ gelangen Sie über nebenstehenden QR-Code. Beckert in Aktion bei seiner Heimspiel-Premiere 1997. Das vorletzte Heimspiel gegen Jena verfolgen weit über 7.000 Fans. 32


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